Wissenschaft

Die Zeit ist ein guter Arzt
aber ein schlechter Kosmetiker.
Wiliam Somerset Magham

Resveratrol: Wein ist seit Jahrtausenden ein Genußmittel, dem – in Maßen genossen – gesundheitsfördernde Fähigkeiten für Herz, Kreislauf, Fett- und Cholesterinstoffwechsel zugesprochen werden. Doch nun hat man die besonderen Vorzüge des Weines auch für die Kosmetik erkannt. In den Mittelmeer- und Alpenländern erfreut sich die Weinkosmetik wachsender Beliebtheit. Und das aus gutem Grund! Verfügt doch das kleine Früchtchen über einige hochpotente gesundheitsrelevante Inhaltsstoffe. Aufgrund seines hohen OPC Anteils hat sich kaltgepresstes Traubenkernöl als wesentlicher Bestandteil der Weinkosmetik durchgesetzt.

Richtig fasziniert aber hat Forscher aus den USA und Europa das Flavonoid (Pflanzenfarbstoff) Resveratrol, das im Wein in hoher Konzentration enthalten ist und erst 1976 entdeckt wurde. Unter anderem schützt es die Weinrebe vor Erkrankungen wie z. B. Pilzinfektionen. Das Magazin Der Focus (50/2006, Forschung und Technik) schrieb „In der Fachwelt ist Resveratrol bereits ein Star“ und lobte die "Methusalem Substanz" aus dem Wein, denn Resveratrol ist ein hochpotentes, natürliches Antioxidans, das Zellschädigungen durch Sauerstoffradikale bekämpft, vorbeugt und vor Hautalterung durch Umwelteinflüsse schützt.

Resveratrol verfügt über eine ganze Reihe positiver pharmakologischer Wirkungen:
Es schützt vor Herz- und Gefäßerkrankungen, wirkt entzündungshemmend und chemopräventiv sowie lebensverlängernd für dieZellen. Studien (David Sinclair Harvard Medical School) mit Mäusen und Fischen belegen: Die Lebenserwartung stieg um bis zu 4 60% an – bei gleichzeitig hoher Agilität und ganz ohne die artentypischen Altersbeschwerden! Resveratrol verlängerte auch die Lebensspanne von Fruchtfliegen um 30%.
Somit zählt Resveratrol zu den bioaktiven Substanzen die als besonders gesundheitsfördernd und anti-aging-relevant gelten.

OPC: OPC (Oligomeres Proanthocyanidin), kurz auch Procyanidin genannt, ist eines der effektivsten natürlichen Antioxidantien, die bisher entdeckt wurden.
OPC ist Bestandteil der Traubenkerne und somit auch des Traubenkernöls. Es schützt Zellen vor Freien Radikalen, und zwar 18,4-mal so stark wie Vitamin C und 50-mal stärker als Vitamin E!

Entdeckt wurden sie in den 40ern von dem Franzosen Masquelier, als dieser die Inhaltsstoffe der roten Innenhäute von Erdnüssen auf giftige Bestandteile hin untersuchte. Dabei fand er eine farblose Substanz, mit einer starken Schutzwirkung für Blutgefäße, das OPC.

1955 konnte Masquelier den Nachweis erbringen, dass die gleichen oligomeren Procyanidine auch in den Kernen und Schalen der Weintrauben vorkommen und dass diese Flavanole den Flavonoiden wie z. B. Rutin (das laut Masquelier nicht bioverfügbar ist) im Hinblick auf ihre gefäßschützende Wirkung überlegen sind.
OPC besitzt eine nahezu 100%tige Bioverfügbarkeit. Es wird innerhalb von Minuten im Körper aufgenommen. Es ist wasserlöslich und erreicht nach 45 Minuten seine höchste Konzentration im Blut. OPC wirkt antioxidativ bis zu 72 Stunden. Es passiert ebenso wie Vitamin C die Blut-Hirn-Schranke und entfaltet seine Wirkung auch im Gehirn. Bereits nach 24 Stunden hat sich die Widerstandsfähigkeit der Blutgefäße verdoppelt.

OPC ist in kaltgepresstem Traubenkernöl (Vitis Vinifera) in hohem Maß vorhanden. Dr. med. J. Beuth vom Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren an der Universität zu Köln bezeichnet den Traubenkern sogar als "antioxidative Bombe".

 

Studien über die Weinkosmetik können sie hier herunterladen